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Konzert fällt aus

ABSAGE Der Verkehrs- und Heimatverein zieht wegen der unsicheren Wetterlage rechtzeitig die Reißleine

HEPPENHEIM. (fk) Das für den Samstag (17.) geplante Serenadenkonzert, zu dem der Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim (VHH) anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums in den Kurmainzer Amtshof eingeladen hatte, muss ausfallen. Für die Absage machte Geschäftsführer Gerhard Kasper den sich nach vielen hochsommerlichen Tagen abzeichnenden Witterungsumschwung verantwortlich. Rückfragen des Vorstands beim Deutschen Wetterdienst Offenbach ergaben, dass die Temperaturen am Samstag auf unter 20 Grad fallen werden und neben auffrischenden Winden aus südwestlicher Richtung mit starker Schauerneigung gerechnet werden müsse. „Unter diesen Voraussetzungen“, so Kasper, „schien uns das Risiko zu hoch“. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den Amshof, der keinen Regenschutz biete. Die Stadtkapelle, die sich auf das Konzert vorbereitet hatte, sei von ihm ebenso in die Entscheidung einbezogen worden wie Adi Dörsam, dessen „Stadtgraben“-Team die Bewirtung übernehmen sollte. Zwischen allen Beteiligten habe Einigkeit darüber bestanden, die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt neu anzusetzen.

Der Geschäftsführer bedauert die Absage umso mehr, als sich zahlreiche Heppenheimer vorab für einen Besuch entschieden hatten. Aufschluss darüber gab die Ausgabe von Eintrittskarten von nur einem Euro, von der sich der Jubiläumsverein lediglich eine Hilfestellung für den Organisationsaufwand versprochen hatte. Wer auf Rückzahlung poche, solle sich an den VHH-Vorstand wenden, so Kasper. Sofern dies nicht geschehe, werde der Betrag einem karitativen Zweck zugeführt.

Der Verkehrs- und Heimatverein hatte schon in der Vergangenheit unter den Wetterlaunen zu leiden. So fielen drei von sechs Ausgaben der von ihm wiederbelebten Traditionsveranstaltung „Starkenburg in Flammen“ ins Wasser. Stets darauf hoffend, dass Petrus doch noch die Kurve bekommen möge, sah der Vorstand jeweils von einer vorzeitigen Absage ab, um dann doch enttäuscht zu werden. Diesmal schob er einer weiteren Enttäuschung einen Riegel vor. Gebranntes Kind scheut bekanntlich das Feuer.

Ein weiteres Highlight im Jubiläumsjahr:

Seit Jahren präsentiert der Verkehrs- und Heimatverein die Stadtkapelle Heppenheim bei einer Konzert-Matinee auf der Starkenburg. Jedes Jahr begeistert die Stadtkapelle dabei ihre Zuhörer. Zur Neuauflage im Jubiläumsjahr lädt der Verkehrs- und Heimatverein nunmehr in den historischen Amtshof in die Heppenheimer Altstadt ein.

Am 17. September 2016 gibt die Stadtkapelle dort um 17.00 Uhr vor malerischer Kulisse ein Serenadenkonzert. Für einen symbolischen Eintritt von 1,-- € erleben die Besucher einen musikalischen Genuss von besonderer Güte. Der Eintritt wird einem guten Zweck zugeführt.

Der Amtshof wird speziell für diesen Abend bestuhlt; Speisen und Getränke werden angeboten. Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf am Samstag, 03.09.2016, zwischen 10 und 12 Uhr im ehemaligen Schuhhaus Stalf (Laudenbacher Tor) oder an der Abendkasse.

Fast 400 Gäste an der langen Tafel

Verkehrs- und Heimatverein 
Zum Jubiläum ein Frühstück der besonderen Art / Viel Lob für die Organisation von Gerhard Kasper

VON FRITZ KUHN

HEPPENHEIM. Mit einer „Langen Frühstückstafel“ in der Fußgängerzone setzte der Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim (VHV) am Samstagmorgen die Veranstaltungsreihe anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums fort. Nahezu 400 Gäste nahmen das Angebot wahr. Die Bilanz von Vorsitzendem Helmut Engelhard fiel durchweg positiv aus: „Wir sind sowohl mit der Resonanz als auch mit dem Ablauf sehr zufrieden.“

Noch in der Frühe um sieben Uhr, als die Helfer anrückten, richteten sich die Blicke sorgenvoll gen Himmel. Verantwortlich dafür waren Voraussagen, die „lokale Schauer“ nicht ausschlossen. Geschäftsführer Gerhard Kasper ließ sich nicht beirren:  „Wir fangen an mit dem Aufbau.“ Drei Stunden später war die Bachgasse gastlich hergerichtet. Passend zum Start um zehn Uhr  blinzelte sogar kurz die Sonne durch die Wolkendecke.

Ausgehend vom Haus der ECHO-Redaktion in der oberen bis zur Konditorei Löffler in der unteren Hälfte von Heppenheims Hauptgeschäftsstraße konnte an den nahezu 50 Tischen, die es aneinandergereiht auf eine Länge von über 100 Metern brachten, Platz genommen werden.

Kommers, großes Frühstück, Festbuch und zwei Konzerte

JUBILÄUM Verkehrs- und Heimatverein hat sich für seine 150-Jahrfeier viel vorgenommen In seiner ersten Sitzung im neuen Jahr legte der Vorstand des Verkehrs- und Heimatvereins Heppenheim (VHH) jetzt die Termine für den Veranstaltungskalender 2016 fest. Im Mittelpunkt stehen die Feierlichkeiten zum 150. Jahrestag der Gründung.

An die Anfänge des drittältesten Heppenheimer Vereins wird bei einem Festkommers erinnert, der entgegen üblicher Gepflogenheiten weniger „akademisch“ gestaltet werden und sich stattdessen durch eine betont lockere Atmosphäre auszeichnen soll. Vorsitzender Helmut Engelhard wird in der Chronik blättern und wichtige Entwicklungsstadien des VHV in einen Kontext zum jeweiligen Zeitgeschehen stellen. Flankierend zur Rede sollen aussagekräftige Bilder aus dem Fundus von Heimatforscher Dieter Schnabel präsentiert werden.
Auf Schnabels Unterstützung baut der Vorstand auch beim Erstellen der Festschrift. In den Beiträgen soll ein Bogen vom Gründungsjahr 1866 bis in unsere Tage geschlagen werden. Thematisiert in der Chronik wird unter Berücksichtigung politisch wechselnder Rahmenbedingungen Heppenheims Wandel vom Ackerbürgerstädtchen zu einer prosperierenden Kleinstadt mit heute rund 10 000 Arbeitsplätzen. Die Texte zu Schnabels Archivmaterial wird Fritz Kuhn liefern.

Versprochen und Wort gehalten

Der künftige Landrat Christian Engelhardt (CDU) zu Besuch beim Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim

Heppenheim ist nicht nur sein künftiger Arbeitsort, sondern soll möglichst bald auch die Stadt sein, in der er wohnen will. Darauf hat der künftige Landrat Christian Engelhardt (CDU) bei einem kleinen Empfang mit Vorstandmitgliedern des Verkehrs- und Heimatvereins (VHH) hingewiesen.

Vom Ort des Treffens, dem Penthouse von Waltraud und Hans-Ulrich Kleist im 13. Stock des Hauses Neckarsteinacher 2, konnte sich der Gast sozusagen über Heppenheims Dächern schon einmal ein Bild von seiner neuen Wahlheimat machen. Er zeigte sich dabei sichtlich beeindruckt vom Bergstraßen-Panorama mit der 950 Jahre alten Starkenburg und der zu ihren Füßen liegenden Altstadt.

Trotz ungewohnter Perspektive ortete Engelhardt auf Anhieb das Landratsamt, in dem er ab dem 16. September in Nachfolge von Matthias Wilkes für sechs Jahre die Geschicke der Kreisverwaltung leiten wird. Dass er ein mit großem Zeitaufwand verbundenes Amt antritt, war ihm schon vorher klar und bereits aus seiner Bürgermeisterzeit in Frankenberg/Eder (2004 bis 2011) nicht unbekannt. Der 18 000 Einwohner zählenden Stadt sind zwölf Ortsteile angeschlossen, die übers Jahr verteiltalle mal ihren Bürgermeister bei sich sehen wollten.

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