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Eine Art „Burgfrieden“ auf der Burg

Saisonauftakt – Verkehrs- und Heimatverein sucht Konsens – Forderung nach hauptamtlicher Doppelspitze im Rathaus

Die Zeiten, in denen der Verkehrs- und Heimatverein (VHH) die stets auf Karfreitag fallende Eröffnung des Bergfrieds auf der Starkenburg zu kritischen Anmerkungen an der Kommunalpolitik nutzte, scheinen passé zu sein. Vorsitzender Helmut Engelhard war diesmal deutlich um Konsens bemüht.
Dass das Wort „Burgfrieden“ die Runde machte, passte nicht nur zur Örtlichkeit. So staunten die Gäste nicht schlecht, als Engelhard in infrastrukturellen Mängeln der Stadt „Defizite aus der Vergangenheit“ erkannte sowie – durchaus selbstkritisch – gelegentliche Beschwerden mit einem „Jammern auf höchstem Niveau“ verglich. Das Scheitern früherer Vorschläge seines eigenen Vereins nahm der Vorsitzende mit fast schon stoischer Gelassenheit hin.

Der Bergfried öffnet

Verkehrs- und Heimatverein lädt am Karfreitag zu Sitzung in den Turm ein

Der Bergfried auf der Starkenburg wird ab Karfreitag (18.) wieder für den Publikumsverkehr zugänglich sein. Offiziell eröffnet wird er um 11 Uhr mit einer öffentlichen Vorstandssitzung des Verkehrs- und Heimatvereins (VHH).
Vorsitzender Helmut Engelhard lädt die Bevölkerung dazu ein. Wer den Aufstieg über die 160 Stufen bis in die am höchsten gelegene Stube der Kreisstadt geschafft habe, werde mit einer fantastischen Aussicht in die Riedebene und auf die Odenwaldhöhen entschädigt. Nicht weniger reizvoll sei der Blick auf die am Fuße des Schlossbergs liegende Stadt. „Auf Teilnehmer der kleinen Kraxeltour wartet zum Nulltarif zudem ein Umtrunk“, verspricht der Vorsitzende.

Geteiltes Echo auf den neuen Graben

Die Umgestaltung des Grabens stößt bei den Vorstandsmitgliedern des Verkehrs- und Heimatvereins Heppenheim (VHH) auf ein geteiltes Echo. In ihre Anerkennung für optische Verbesserungen mischt sich Enttäuschung darüber, dass die vom Verein favorisierte Stadtpark-Idee nie wirklich verfolgt worden ist.

Einhelliges Urteil nach einer Besichtigung vor Ort: „Die kosmetische Auffrischung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier eine Chance vertan wurde.“ Den von der Stadt und Teilen der Wirtschaftsvereinigung oft gehörten Einwand, die Autostellplätze am Graben seien unverzichtbar für Besucher der Innen- und der Altstadt, wollen Vorsitzender Helmut Engelhard und Geschäftsführer Gerhard Kasper nicht widerspruchslos hinnehmen.

T-Shirts, Wein, Speck

NIKOLAUSMARKT – Verkehrs- und Heimatverein lädt an seine Stände ein

Der Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim (VHH) wird – wie bereits berichtet – beim Nikolausmarkt am Samstag (7.) vertreten sein. Nach einer Reihe von Bildern und Kalendern sowie mehreren Publikationen zur Heppenheimer Stadtgeschichte offeriert er in diesem Jahr T-Shirts mit Heppenheimer Motiven.
Gleich neben dem Verkaufspavillon laden Marianne und Toni Morandell aus der Partnerstadt Kaltern zum Verweilen bei einem „Glaserl Roten“ ein. Angeboten dazu werden hier Südtiroler Spezialitäten in Form von Speck, Kaminwurzen und sogenanntem Schüttelbrot.
Der Verkehrs- und Heimatverein fühlt sich dem Adventsmarkt in besonderer Weise verbunden. Von der CDU-Frauenvereinigung 1988 aus der Taufe gehoben und mithilfe der Heppenheimer Altstadtfreunde weiterentwickelt, nimmt er an der Veranstaltung schon zum 36. Mal teil. Anzutreffen ist der VHH wie immer an der Nordseite des Marktplatzes vor dem Lokal „Empanada“.

Kleine Tanne, aber großer Effekt

Aktion Weihnachtsbaum – Feierliche Übergabe durch Verkehrs- und Heimatverein auf dem Marktplatz – Pfiffe gegen Protesttransparent
„Passend zum Start in den Adventsmonat Dezember hat der Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim (VHH) am Donnerstagabend den Weihnachtsbaum am Marktplatz der Öffentlichkeit übergeben. Trotz Schmuddelwetters waren dazu gut 100 Schaulustige erschienen.

Ungezählte Kinobesucher erinnern sich noch lebhaft an jene Szene im US-Streifen „Kevin, allein zu Hause“, in der mitten im belebten New York plötzlich die Beleuchtung eines riesigen Weihnachtsbaums angeschaltet wird. Der heimliche Held des Films ist vom Lichterglanz derart überwältigt, dass es ihn fast umhaut. Kevin verschlägt es für einige Augenblicke die Sprache.
Ganz so gewaltig war der Überraschungseffekt natürlich nicht, als am Donnerstag VHH-Geschäftsführer Gerhard Kasper auf den Schalter drückte und der Stromkreislauf damit die Lichterketten der am Marienbrunnen platzierten Edeltanne erreichte. Dennoch klang aus mehr als 100 Kehlen ein langgezogenes „Aaah“, wobei – anders als bei Kevin – die Bewunderung nicht der Dimension des Baumes, sondern in erster Linie seiner Ausschmückung galt.