Start

Versprochen und Wort gehalten

Der künftige Landrat Christian Engelhardt (CDU) zu Besuch beim Verkehrs- und Heimatverein Heppenheim

Heppenheim ist nicht nur sein künftiger Arbeitsort, sondern soll möglichst bald auch die Stadt sein, in der er wohnen will. Darauf hat der künftige Landrat Christian Engelhardt (CDU) bei einem kleinen Empfang mit Vorstandmitgliedern des Verkehrs- und Heimatvereins (VHH) hingewiesen.

Vom Ort des Treffens, dem Penthouse von Waltraud und Hans-Ulrich Kleist im 13. Stock des Hauses Neckarsteinacher 2, konnte sich der Gast sozusagen über Heppenheims Dächern schon einmal ein Bild von seiner neuen Wahlheimat machen. Er zeigte sich dabei sichtlich beeindruckt vom Bergstraßen-Panorama mit der 950 Jahre alten Starkenburg und der zu ihren Füßen liegenden Altstadt.

Trotz ungewohnter Perspektive ortete Engelhardt auf Anhieb das Landratsamt, in dem er ab dem 16. September in Nachfolge von Matthias Wilkes für sechs Jahre die Geschicke der Kreisverwaltung leiten wird. Dass er ein mit großem Zeitaufwand verbundenes Amt antritt, war ihm schon vorher klar und bereits aus seiner Bürgermeisterzeit in Frankenberg/Eder (2004 bis 2011) nicht unbekannt. Der 18 000 Einwohner zählenden Stadt sind zwölf Ortsteile angeschlossen, die übers Jahr verteiltalle mal ihren Bürgermeister bei sich sehen wollten.


Der Kreis Bergstraße verkörpert mit seinen 21 Städten und Gemeinden in gewisser Weise genau das, was Engelhardt schon in kleinerem Maßstab in Frankenberg antraf. Unterschiedliche Interessen müssen – egal ob auf Gemeinde- oder Kreisebene – hier wie dort gebündelt und zusammengeführt werden. Da wird Präsenz vor Ort durchaus erwartet. Ganz von Repräsentationsaufgaben will sich der neue Landrat allerdings nicht vereinnahmen lassen. Der Wochenkalender, lässt er den VHH-Vorstand wissen, müsse ihm noch so viel Freiraum lassen, dass seine vierköpfige Familie nicht zu kurz kommt: „Darauf habe ich bisher immer geachtet.“

Die räumliche Nähe zwischen Eigenheim und Arbeitsplatz könne hier nur von Vorteil sein, verweist Engelhardt auf den „Kollegen Burelbach“, der nur zwei, drei Minuten in Anspruch nehmen muss, um von der heimischen in die Amtsstube des Bürgermeisters zu gelangen. Abgesehen davon zeichne sich Heppenheims Infrastruktur durch familienfreundliche Angebote aus.

Nicht nur nebenbei: Das Zusammentreffen mit dem Verkehrs- und Heimatverein war bereits Wochen vor der Wahl vereinbart worden. Vorsitzender Helmut Engelhard, bis auf die Endung im Namen (d statt dt) fast ein Namensvetter des neuen Landrats, freute sich in seinem Willkommensgruß über die damals spontane Zusage und noch mehr darüber, dass er nach erfolgreichem Wahlkampf Wort gehalten hat: „Das verdient unseren Respekt.“.

Worte der Anerkennung richtete der Vorsitzende auch an Waltraud und Hans-Ulrich Kleist, die schon zum zehnten Male prominente Gäste seines Vereins bewirteten. Mit dem Besuch des künftigen Landrats schloss sich nun der Kreis, der sich aus Weinhoheiten und fastnachtlichen Tollitäten sowie aus Repräsentanten der Wirtschaft und Kommunalpolitik zusammensetzte. Ein Wunsch blieb indessen unerfüllt: Sebastian Vettels prallgefüllter Terminkalender ließ eine Zusage nicht zu.